Ein Stück Solinger Geschichte
Das auch bisher unter dem Namen RIM bekannte LVR-Industriemuseum in Solingen ist ein Museum in der dezentralen Art und Weise. Das LVR-Industriemuseum hat seine Standorte in sechs unterschiedlichen Kommunen des Landschaftsverbandes Rheinland vernetzt. Nach wie vor hat es seinen Hauptsitz aber in Oberhausen, in der Hansastraße 18. Auch wenn es den Anschein macht, dass es sich beim LVR-Industriemuseum um ein und dieselbe Einrichtung handelt, sind hier mehrere verschiedene Institutionen gemeint, deren Sitz sich an unterschiedlichen Orten befindet. Sie werden auch als sogenannte Außen- oder Nebenstellen bezeichnet.
Solinger Museum mit Sammlungsdepot
Der Peter-Behrens-Bau ist auch bekannt als das alte Haus zur Hauptlagerung der Museumsgüter. Das Gebäude, das im Jahr 1921, von Peter Behrens, in Solingen errichtet wurde, gilt auch noch heute als großes, genutztes Lagerdepot des Museums. Die erste Rede zur Eröffnung eines derartigen Industriemuseums war zu Anfang der 70er Jahre. Das rheinische Museumsamt und das rheinische Amt für Denkmalpflege planten zu damaliger Zeit die Eröffnung des Museums. Es vergingen noch einige Jahre bis zur tatsächlichen Eröffnung der Pforten, dennoch: Im Jahr 1984, genauer gesagt am 10. Mai desselben Jahres, war es dann soweit. Der rheinische Landschaftsverband eröffnete das LVR-Industriemuseum in der anschaulichen Stadt Solingen, wo man es noch heute besuchen und Wissenswertes mit nach Hause nehmen kann. Das rheinische Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte trägt heute wie damals den altbekannten Slogan: "Sieben Schauplätze, ein Museum". Tipp: ein nicht weniger interessanter Hotspot ist das Kunstmuseum in Solingen.
Ein denkmalgeschützter Platz in Solingen
Das Museum, das in Fabriken liegt, unterliegt mittlerweile dem Denkmalschutz. Hier werden nach wie vor nicht nur die technischen Hinsichten verdeutlicht, ebenso soziale sowie geschichtliche Bereiche werden hier geschickt abgedeckt. Mit einem gängigen Freilichtmuseum oder einem anderweitigen Technikmuseum lässt sich dieses Museum eben in keinster Weise auf einen Rang setzen oder gar vergleichen. Hier ist ein völlig anderes Konzept zugange. Wer es nicht glaubt, sollte sich selbst überzeugen und dem Museum einen Besuch abstatten. Die Industrielandschaft wird durch die einzelnen Schwerpunkte wie, beispielsweise Metall oder Elektrizität, verdeutlicht.
Zusammen an einem Strang ziehen
Das Museum Solingen und somit der Landschaftsverband Westfalen-Lippe sorgen nach wie vor für die Instandhaltung aller wertvollen Museumsstücke und auch dafür, dass die Besucher diese alltäglich bestaunen können. Der Eintritt ist erschwinglich und ein Besuch lohnt sich somit, an einem regnerischen Sonntagnachmittag, mit der gesamten Familie. Da das Museum ganzjährig geöffnet hat, tauchen Sie auf, wann es gerade beliebt. Wer sich dafür interessiert, kann das Museum mit einem Museumsführer erkunden oder aber selbst auf Entdeckungsreise gehen und die einzelnen Bereiche erforschen.
Das Museum Solingen hat zusammen mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe die beliebte Zeitung "Industriekultur" designt und auf dem Markt etabliert. Sie erscheint viermal im Jahr und wird vom Klartext Verlag gedruckt. In der Zeitung werden nicht nur Objekte und atemberaubende Landschaften aus der heutigen Zeit, sondern auch sehenswerte Landschaften aus dem Industriezeitalter im In- und Ausland präsentiert. Sehen Sie, wie sich die Industriekultur weiterentwickelt hat. Was damals schier undenkbar und meilenweit entfernt erschien, ist heute rasant schnell greifbar und beinah in Windeseile umsetzbar. Industrie und Technik lassen sich zwar keineswegs auf eine Schwelle setzen, dennoch wachsen beide Bereiche rasend schnell voran und entwickeln sich kontinuierlich in Solingen weiter. Zurück zum Start => Hier klicken.